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(offline)


Status: aktiv

Alter: 143 Jahre
Rasse: Zwerg
Klasse: Schneider
Geschlecht:
 
Das letzte Mal online im Status:
25.10.2019 - 08:10
 
E-Mail:
ICQ:    
   
Homepage:


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Charbeschreibung:

Der Kochlöffel zog ruhig seine Bahnen durch die Suppe und lies hier und da eines der Pilzchen in einem Wirbel herumschwenken. Ein lautes Schlürfen durchbrach das monotone Blubbern des Kessels und nach einigen Schmatzern wurde eine weitere Prise von Gewürzen hinzugefügt. Glodira besah sich zufrieden den Kessel und öffnet den Knoten an ihrer Schürze. Noch einen halben Umlauf und die Suppe wäre bereit für den alten Silberbart, gerade noch genug Zeit um die letzten Stiche an der Robe zu setzen an der sie gerade arbeitete. Mit einem leisen Summen auf den Lippen ging sie zu ihrer Geodenkammer. Die Kammer war voll geräumt mit Stoffbahnen in den verschiedensten Farben. In den Regalen konnte man fein säuberlich aneinandergereiht Spulen erkennen auf welche Goldfäden gewickelt waren. Die rothaarige Zwergin machte es sich vor ihrem Werkstück gemütlich und begann mit präzisen Stichen die letzten Nähte an der reichlich verzierten Robe zu setzen. Sie war bereits seit zwei Wochenläufen mit diesem Stück beschäftigt und würde gewiss noch einige Tage brauchen bis auch die letzte Naht perfekt war. Perfektion, das war das Um und Auf der kalurischen Handwerkskunst und besonders bei einem Präzisionshandwerk wie dem ihren. Als Geodin der Sippe genoss sie zwar hohes Ansehen, jedoch wurden auch hohe Ansprüche an ihre Handwerkskunst gestellt. Ein Werkstück welches nach Cirmias Maßen nicht perfekt ist würde ihre Werkstube nicht verlassen da es dem Ruf ihrer Sippe schaden könnte. Stich für Stich wurde die Naht langsam vervollständigt. Ihre Gedanken schweiften dabei ab zu den Zeiten als sie noch ein kleiner Kiesel der Getwergelyn war und bei ihrer Mutter auf dem Schoß fasziniert beobachtete, wie diese mit ihren geschickten Fingern den Stoff mit den Goldenen Fäden miteinander in Einklang brachte. Sie hatte früh damit begonnen ihre eigenen Finger darin zu üben den Stoff und das Gold miteinander zu verbinden. Obwohl sie nun das alter von 143 Jahren erreicht hatte und den Großteil ihres Lebens damit zubrachte dem Handwerk einer Geodin nachzugehen, konnte sie auch heute noch immer wieder neue Kniffe und Techniken erlernen. Als der Duft der Suppe in ihre Nase stieg wurde sie aus den Gedanken gerissen. Sorgfältig wurde die Naht geprüft und mit einem zufriedenen Brummen machte sie sich auf den Weg zurück in die Küche. Dem Geruch nach war die Suppe fertig und ein letztes Abschmecken bestätigte diese Annahme. Sie goß fünf große Kellen in einen kleinen Topf für unterwegs und verschloss diesen Sorgfältig.

 

 

Sich in ihre Gewänder hüllend verließ sie ihre Wohnhöhle und macht sich auf den weg zu dem alten Silberbart Bonzak. Der kauzige alte Kalure war etwas ganz besonderes und obwohl er ihr manchmal auch den allerletzten Nerv raubte war sie dennoch immer wieder glücklich wenn sie seine alte Pilzstube betrat und den Alten wohlauf fand. Als  Bonzak in die Jahre kam fiel ihr, als seine Nichte dritten Grades, die ehrenhafte Aufgabe zu für den Alten Sorge zu tragen. Nach einigen Biegungen und Stufen hatte sie seine Wohnhöhle auch schon erreicht. Ihr Blick fiel auf die Steintafel vor der Türe und neugierig warf sie einen Blick auf diese. Die Zeilen überfliegend folgte ein leises Brummen der Zwergin. Ihr Vetter aus den oberen Regionen, Gordrak Getwergelyn, schrieb dass es um die Sippe nicht so gut stand seit die alten Bärte rund um Daz verschwunden sind. Wahrlich eine ungute Lage dachte sie sich, hoffentlich würden genügend Getwergelyn dem Ruf folgen. Die Tafel unter den Arm geklemmt betrat sie dann auch schon die Stube. Der übliche Geruch nach Pilzen und den Tinkturen des alten Mischerbartes stieg ihr sofort in die Nase. Sie stellte ihr Gebäck ab und sah sich um. “Bonzl! Âkh bringe Speise und Trank für dâr alten Zauselbart”. Rief sie leise Lachend umher und sah sich um. Seltsam, keine Spur des Alten. Er war bekannt dafür seine Wohnhöhle so gut wie nie zu verlassen und was er zu besorgen hatte wurde von Glodira geholt. Der einzige Ausflug den er regelmäßig machte war jener zur hiesigen Taverne, aber dafür war es noch viel zu früh am Tag. Sie ging nochmal eine Runde durch die Wohnhöhle um sicher zu gehen dass er nicht in irgendeiner Ecke am schnarchen war aber Fehlanzeige. Blieb ihr wohl nichts anders übrig als zu warten. Sie machte es sich vor dem kleinen Ofen gemütlich und griff eine der zahllosen Steintafeln aus dem Regal. Die Stunden zogen dahin und immer noch keine Spur von Bonzak. Langsam stieg Unruhe in ihr auf. Wo konnte der Alte denn nur sein. Als ein lautes pochen der Trommeln den Beginn der Abendstunde verkündete griff sie sich ihren Umhang und macht sich auf den Weg. Sie würde zur Flößersrast schauen, der Stammtaverne von Bonzak, und fragen ob ihn dort vielleicht jemand gesehen hatte. Dort angekommen sah sie nur Galgor, den alten Flößer, zwischen den Gästen stehen. Mit einem Herzlichen “Mâhal” wurde sie von den Gästen begrüßt und sogleich wurde Platz für die Kalurin gemacht. Sie winke eilig ab und fragte nach Bonzak. Tatsächlich wurde ihr berichtet, dass der alte gestern in der Taverne ordentlich getrunken hätte und sich dann auf den Heimweg gemacht hatte. Große Sorge stieg nun in der sonst so standhaften Kalurin auf. Was konnte nur geschehen sein. Als sie gerade aus der Taverne stürmen wollte hörte sie etwas seltsames. Einer der Kaluren frage nach Noiruk, Galgors Sohn. Auch er sei verschwunden? Galgor brummelte nur in seinen Bart und winkte ab, sagte etwas von einer wichtigen Aufgabe im oberen Nilzadan. Warum verschwanden plötzlich Kaluren spurlos? Sie wartete bis Galgor alleine war und bohrte dann nach um genauer zu erfahren was mit Noiruk los war. Als ihr Galgor berichtete dass Noiruk überraschend in der Nacht seine Sachen gegriffen und Richtung des oberen Nilzadan aufgebrochen war dachte sie sich erst nicht viel dabei. Viele junge Bärte suchen das Abenteuer in den oberen Stollen. Doch eine Sache ließ sie dann aufhorchen. Ein Fass? “Mrâ, er hat wohl geglaubt dass ihn niemand gesehen hat doch meinen Augen entgeht nichts!” Sagte der alte Flößer und hob wichtig den dicken Zeigefinger. “Ein dickes großes Fass hat er sich auf den Wagen geladen und ist damit los. Aber âkh kann es ihm nôr übel nehmen, dôs Brüder oben im Nilzadan müssen mal was ordentliches trinken har!” Nachdenklich verließ Glodira die Taverne. Ein Fass… konnte es sein? Der alte Bonzak war bekannt dafür ein Fass als Schutz um den Bauch zu tragen damit ihm niemand seine Pilzgeheimnisse stehlen konnte und wenn der Alte mal wieder zuviel getrunken hatte, fand man ihn dann auch irgendwo in seinem Fass schnarchend am nächsten Tag wieder. Nicht selten hatte man ihn sogar in eines der Lager der Tavernen gestopft da man ihn für ein herrenloses Bhirfass hielt. Sie sah die Stollen entlang welche in die oberen Regionen führten. Hatte Noiruk tatsächlich das falsche Fass erwischt und Bonzak unabsichtlich verschleppt? Sie atmete einmal schwer aus. Gab wohl nur eine Möglichkeit das herauszufinden. Zurück in ihrer eigenen Wohnhöhle wurden die wichtigsten Dinge für eine Reise zusammengepackt und eine Nachricht für ihre Sippe hinterlassen. In kurzen Worten schilderte Sie, dass sie den alten Bonzak suchen geht und bald zurückkommen würde. Was Glodira damals natürlich noch nicht wusste ist, dass sie die alten Stollen ihrer Heimat für lange Zeit nicht mehr sehen würde.